Doppelte Konzert-Freude

Melanchthonkirche Groß Flottbek

Tears and Joy – wie oft liegt das im Leben ganz nah beisammen. Für unsere Winterkonzerte 2020 haben wir ein wahres Wechselbad der Gefühle zusammengestellt. Nun ist bekanntlich geteilte Freude doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir haben uns darum ganz besonders gefreut, dass wir an beiden Abenden viele Zuhörer hatten, die uns durch die emotionalen Höhen und Tiefen von Musikstücken aus rund 500 Jahren begleitet haben! Und dass alle Ensemblemitglieder bei den Konzerten dabei sein konnten. Unser Ensemble ist im letzten Jahr auf stolze 13 BlockflötenspielerInnen angewachsen (alle, die bei den Ansagen von Hartmut Stanszus gut aufgepasst haben, dürfen auch Fipplespieler sagen).

Ein Stück haben wir ins Programm geschmuggelt, das nichts mit Glück und Tränen zu tun hat: „Spectrum“ von Lance Eccles. Das hatte einen besonderen Grund: Wir haben letztes Jahr an einem Wettbewerb teilgenommen und dafür „Spectrum“ auf Video eingespielt. Nun wollten wir es auch live aufführen. Das Video gibt es hier zu sehen – es ist schön bunt geworden und wir freuen uns über viele Klicks!

Sehr glücklich macht übrigens das gemeinsame Musizieren. Darum proben wir schon fleißig für unsere Sommerkonzerte 2020. Die Termine findet Ihr hier, Infos zum Programm folgen in Kürze.

Sommerliche Weltreise

Kreuzkirche Wilhelmsburg

Unser Sommerprogramm „Weltweit“ führte uns dieses Jahr von Bramfeld nach Wilhlemsburg – dabei war natürlich der Weg das Ziel, und der führte uns und unser Publikum durch fünf verschiedene Kontinente. Die Reiseleitung hatte Hartmut Stanszus, der die Fahrt mit allerlei interessanten Informationen und unentbehrlichen Nebensächlichkeiten anzureichern wusste. Zur Reiseroute hatte uns der belgische Komponist Jan Van der Roost mit seinem wunderbar phantasievollen Werk „I Continenti“ inspiriert. Ausgehend von Europa zogen sich die Sätze „Oceania“, „North America“, „South America“, „Africa“ und „Asia“ wie ein roter Faden durchs Programm.

Dabei gab es musikalisch viel zu entdecken. Wussten Sie zum Beispiel, dass eine Blockflöte wie ein Didgeridoo klingen kann? Dass man mit neun Blockflöten ein nebelverhangenes Zen-Kloster heraufbeschwören kann? Aber auch einer Flöte sind Grenzen gesetzt, und so wurde zusätzlich gesungen, geklatscht, gezischt, gestampft und gepfiffen, um die einzelnen Kontinente zum Leben zu erwecken – und unser Publikum hat sich hörbar mitreißen lassen.

Auf jedem Erdteil haben wir mit einem weiteren Werk Station gemacht, ließen berühmte Gärten in Frankreich, England und Italien erklingen, luden zu argentinischem Tango und Tänzen der Yao, ließen Nordamerikas Flüsse sprudeln und brachten den Sternenhimmel über Afrika zum Leuchten.

Am zweiten Abend waren wir so gut in Fahrt, dass wir am liebsten gleich weiter gereist wären. Das Winterprogramm 2020 ist auf jeden Fall schon in Planung!

Patchwork in drei Kirchen

Dreifaltigkeitskirche Hamm

WOW, drei Konzerte im Winter haben wir zum ersten Mal gespielt. Aber so konnten wir besonders viele Menschen mit unserem Programm Patchwork erreichen. Dieses bestand wie immer aus einer bunten Mischung von Kompositionen verschiedener Stile und Epochen, von Mittelalter bis zu zeitgenössischen Stücken der letzen zehn Jahre.

Das namengebende „Patchwork“ von Andrew Challinger spiegelte diese Mischung im Programm innerhalb eines Stückes perfekt wieder. Viele kleine Teile, die sich wundersam zu einem schönen Ganzen zusammensetzen.

In Halstenbek waren die Zuhörer sogar so begeistert, dass wir standing ovations bekamen, was für eine schöne Belohnung!

Flauto Vivo auf Safari

Kulturschloss Wandsbek

Was für eine Saison!

Wie immer haben wir an zwei tollen Orten zwei wunderbare Konzerte gespielt. Zum einen zum ersten Mal im Kulturschloss Wandsbek, einem kuscheligen Saal mit einem sehr netten Team, welches im angeschlossenen Café das Publikum (auch viele neue Gesichter zusätzlich zu unseren treuen Fans) bestens versorgt hat. Die Akustik war wegen der niedrigen Decke etwas anders, als wir es aus den meisten Kirchen kennen – die Töne fielen uns direkt vor die Füße 😉

Lukaskirche Sasel

Das zweite Konzert in der Lukaskirche Sasel war von der Akustik her wieder wie gewohnt, die Menschen, die uns betreut haben, auch hier sehr freundlich und die Zuhörer trotz des fast zeitgleich stattfindenden Deutschlandspiels bei der WM recht zahlreich.

Unser Programm war diese Saison ein sehr „wildes“: von wilden feucht-fröhlichen Partys in der Karibik über das wilde Afrika und wilde Höhen von den Alpen zu den Anden bis hin zu gemütlichen und auch bluesigen „wilden“ Tieren. Wir hatten viel Spaß und die Zuhörer auch, besonders, da es auch einige bekannte Melodien zu entdecken gab.

Kurzkonzert auf dem Blockbuster Festival

Als besonderes Highlight in dieser Sommersaison sind wir zwei Wochen nach diesen Konzerten alle zusammen nach Münster aufgebrochen, um dort auf Einladung des Verlags Edition Tre Fontane auf dem Blockbuster Festival ein Kurzkonzert zu spielen. Wie aufregend! Flauto Vivo auf einem Festival…

Mit drei Autos sind wir schon früh aufgebrochen und gut angekommen, nur die Parkplatzsituation in Münster hat uns ein wenig überfordert, wären wir doch besser mit dem Fahrrad gefahren 😉  Vor Ort wurden wir freundlich empfangen und haben uns dann bis zum Konzert die Zeit vertrieben mit Schlendern über den großen Wochenmarkt, einem Dombesuch, Besuchen bei den anderen Konzerten des Festivals, der Ausstellung von Verlagen und Flötenbauern und zur Feier des Tages einem großen Eisbecher für jede/n. Lecker!

Eis für alle!

Die Stücke für unser Konzert hatten wir aus dem Safari-Programm zusamengestellt und waren daher sehr gut vorbereitet. Die Zuhörer hatten also auch in Münster Spaß an unserer Interpretation bekannter und neuer Melodien und Rhythmen.

Vielen Dank noch einmal an Frau Vissing vom ETF Verlag für die Einladung und all die anderen Menschen, die an dem Festival und der Organisation beteiligt waren. Es war toll!

Den Sommer gefeiert!

St. Bonifatius, Barmbek

Auch wenn der Sommer im Juli irgendwo anders weilt, haben wir ihn doch gefeiert! Mit einem bunten Programm in bunt geschmückten Kirchen, in denen wir zu Gast sein durften, vielen Dank! Mal wieder in St. Bonifatius zu spielen, war sehr schön, es ist schon lange her gewesen und wir wurden freundlich aufgenommen. Es war fast voll und alle hatten Spaß.

 

Rogate-Kirche, Meiendorf

In der Rogate Kirche in Meiendorf waren wir zum ersten Mal. Dies war ein besonderes Konzert, da es auch als Jubiläumskonzert der Musikschule „Zauber der Musik“ ausgeschrieben war, deren Leiterin bei uns mitspielt. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt und mit Ausnahme der durch die farbigen Fenster fallenden und etwas blendenden Sonne war alles super!

Unser buntes Programm kam auch hier sehr gut an, mit verschiedenen Epochen von Renaissance über Barock bis hin zu ganz neuen Stücken mit Klatschen und Stampfen war alles dabei und für jeden gab es einen Ohrwurm. Als Zugabe dann noch ein Stück mit Klavier, für das wir extra den großen Flügel durch das ganze Gemeindehaus geschoben hatten. Aber es hat sich gelohnt! Gerne kommen wir mal wieder.

Werbung im Vorfeld sorgte für eine volle Kirche

 

 

Geburtstagspremiere

Unsere Winter-Konzerte in Ammersbek und der Epiphanien-Kirche in Winterhude waren super! Gut besucht, das Publikum hatte genau so viel Spaß wie wir, mit einem bunten Programm von Renaissance bis Dixie (mehr hier) und außerdem gab es eine Premiere: unsere liebe Mitspielerin Friederike hatte am Konzerttag Geburtstag!

Dazu gab es einen bis zwei Kuchen und ein Ständchen von uns allen. Liebe Friederike, noch einmal alles Gute für Dich und toll, dass Du mit so viel Einsatz bei uns bist!

Was ergibt sieben mal sieben?

Ein ganz feines Konzert!

Unser ambitioniertes Vorhaben, ein ganzes Programm nur mit Stücken im Bezug zur Sieben zusammenzustellen, hat sich ausgezahlt! Insgesamt sieben 😉 Stücke sind zusammengekommen, davon vier, die sich thematisch oder kompositorisch mit der Sieben beschäftigen, ergänzt mit drei einfach nur siebenstimmigen Stücken. Und das alles gespielt auf Blockflöten in sieben Größen…

Melanchthonkirche

Melanchthonkirche

In den zwei neuen Gemeinden, in denen wir zu Gast sein durften, wurde das Programm mit Interesse und Spaß aufgenommen.

Es ist wirklich erstaunlich, was man mit der Sieben alles anstellen kann. Von Gabrieli, der eine wunderschöne siebenstimmige Canzone beigesteuert hat, über die 7 Tugenden (nur 4-stimmig) von Erasmus Widmann, das anstoßgebende 7×7 von Dietrich Schnabel – ursprünglich als Etüden gedacht, jedoch sehr lohnend in der Erarbeitung – und ein klasse Folklorestück von Alyson Lewin sowie die „Seven“ Suite von Paul Richards, welche im ersten Anspielen etwas sperrig war, sich jedoch zum heimlichen Lieblingsstück gemausert hat, bis zum Höhepunkt des Konzertes:

 

Kapelle des Schröderstiftes

Kapelle des Schröderstiftes

Das erste Mal in seiner 14-jährigen Leitung von Flauto Vivo hat Hartmut Stanszus ein großes Werk für uns geschrieben. Sieben Sätze in teilweise minimalistischem Stil, welche verschiedene thematische Bezüge zur Sieben beinhalten. Wie so oft in seiner Musik malt er mit wenigen Tönen sehr unterschiedliche Stimmungen und farbenreiche Bilder in die Köpfe der Zuhörer. Sicher werden wir dieses Stück nicht das letzte Mal gespielt haben. Danke Hartmut!

Blockflöte kulturell

Flautovivo_Vicelin

Vielen Dank für die Einladung zum Benefizkonzert für die Kulturstiftung Norderstedt!

Mit einem bunten Programm konnten wir das begeisterte und überraschte Publikum unterhalten. Sicher haben viele Zuhörer bisher kaum zeitgenössische Kompositionen für Blockflöte gehört und waren besonders interessiert an den großen Blockflöten.

Wir freuen uns, die Kulturstiftung bei dem Programm „Auftakt“, einem Intrumentenkarussell für Grundschüler, unterstützen zu können.

Vor-, Zwischen- und Nachstärkung

Flautovivo_seasons

Das ist auch nötig bei zwei Konzerten mit vollem Programm 😀

In der Versöhnungskirche Eilbek mit noch stehendem Weihnachtsbaum und bei winterlichen Temperaturen, in der Kirchengemeinde Ammersbek wie immer vor vollem Haus und angenehm warm.

Der Schokoladen- und sonstiger Snackverbrauch war wieder einmal hoch und verhalf uns zu zwei schönen Konzerten mit vielen „farbigen“ Stücken und feierlichen Klängen.

TYRO in Hamburg

TYRO-in-Hamburg

WOW, das war großartig!

Am 14. Juli 2015 war das Taipeh Youth Recorder Orchestra in Hamburg Gast und Flauto Vivo hatte die Ehre, die „Vorgruppe“ dieses außergewöhnlichen Orchesters zu sein. Wir spielten ein paar Stücke aus unserem Sommerprogramm und konnten dann entspannt dem Konzert des TYRO lauschen.

25 junge Musiker und Musikerinnen unter der Leitung von Liu Yung-tai brachten ein vielfältiges Programm dar: moderne Kompositionen von Dietrich Schnabel und Steve Marshall neben Filmmusik und taiwanesischen Melodien. Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Musizieren von TYRO, Flauto Vivo und den anwesenden Blockflötenspielern im Publikum. Dietrich Schnabel, der auch als Organisator der gesamten Tour fungierte, hatte in Windeseile kurz vor Beginn der Tour ein Medley über Beethovens neunte Sinfonie arrangiert. Leider war nicht genug Zeit, um dieses Stück komplett zu erarbeiten, so spielten wir nur den letzten Teil mit der „Ode an die Freude“. Ein sehr passendes Stück für diesen tollen Tag.

TYRO-in-Hamburg-2Die Zuhörer waren beeindruckt von der unglaublichen Virtuosität und Präzision der Spieler/innen und der Freude, die sie beim Musizieren ausstrahlten. Auch der taiwanesische Konsul und seine Frau waren anwesend.

Zum Dank hatten wir am Nachmittag für alle Mitwirkenden Rote Grütze gekocht. Diese wurde auch von den Taiwanesen gerne genommen 😉

Wir freuen uns sehr, Teil dieses außergewöhnlichen Begegnungskonzertes gewesen zu sein und wünschen den begabten Musikern viel Erfolg für die weiteren Konzerte auf der Tour und alles Gute für die Zukunft.