FAQs

Viele Fragen werden uns immer wieder gestellt. Hier der Versuch, ein paar Antworten zu geben.

Warum spielt ihr ausgerechnet Blockflöte? Ist das nicht uncool?

Die Blockflöte wurde und wird gerne zur musikalischen Früherziehung bei Kindern eingesetzt. Dies ist wunderbar, hat aber leider den Nebeneffekt, dass viele Leute die Blockflöte mit Tönen verbinden, die nicht immer den Ohren schmeicheln. Wir versuchen mit unserer Musik, dem etwas entgegen zu wirken und den Zuhörern zu vermitteln, dass Blockflöte spielen eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe und ein erfüllendes Hobby sein kann.

Sind das echt alles Blockflöten?

Ja, toll nicht wahr? Was viele Leute einfach nicht wissen: es gibt Blockflöten in 7 gebräuchlichen Größen (Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bass, Großbass, Subbass), darüber hinaus noch 3 mehr (Garkleinflötlein, Subgroßbass, Kontrasubbass), die aber nur selten zum Einsatz kommen – bei uns gar nicht. Mehr Infos zur Blockflöte gibt es hier.

Wie viele Flöten benutzt ihr in euren Konzerten?

Je nach Anzahl der Spieler und der gewählten Besetzung zwischen 30 und 40. Einige werden auch von verschiedenen Spielern gespielt, da nicht jeder alle selber besitzt.

Warum sehen manche Flöten so aus, als wären sie von Ikea?

Blockflöten gibt es in verschiedenen Bauweisen, darunter auch ein Hersteller (Paetzold), der die Flöten aus Sperrholzplatten zusammensetzt. Dadurch erhalten sie einen quadratischen Querschnitt, sind leichter herzustellen und damit etwas günstiger, was sich besonders bei den großen, tiefen Instrumenten auswirkt. Außerdem lassen sie sich durch große Klappen leicht bedienen und klingen erstaunlich schön!

Sind Plastikflöten nicht schlechter als Holzflöten?

Viele Plastikflöten klingen nicht schön! Besonders die extragünstigen Modelle aus den Spielwarenabteilungen der Kaufhäuser sind nicht zu empfehlen. Wenn man aber ein renommiertes Modell im Musikalienhandel kauft, kann man durchaus seine Freude daran haben. Sie sind deutlich günstiger als Holzflöten und besonders für Kinder zu empfehlen, da robust und waschbar. Trotzdem sollte man mit zunehmender Spielpraxis auf eine gute Holzflöte umsteigen.

Muss man für die großen Flöten besonders fit sein?

Den Instrumentenkoffer mit einem Massivholz-Subbass drin eine längere Strecke zu tragen ist kein Spaß! Zum Auf- und Abbauen braucht man auch manchmal etwas Hilfe, aber an das Spielen einer großen Flöte gewöhnt man sich recht schnell. Man sollte schon eine gewisse Körperhöhe und nicht allzu kleine Hände haben, das erleichtert einiges (Subass-Spieler sind durchaus geübt im Erfinden geeigneter Hilfsmittel). Das Lungenvolumen muss aber nicht überdurchschnittlich sein, da man meist nicht allein diese Stimme spielt und außerdem die tiefen Stimmen oft nicht so virtuos sind, dass man nirgends Zeit zum Nachatmen hätte.

Warum spielt ihr eure Konzerte im Stehen?

Erstens: siehe nächste Frage
Zweitens: wir haben das Gefühl, im Stehen besser mit der Musik „arbeiten“ zu können
Drittens: da einige der großen Flöten nur im Stehen gespielt werden können, stehen die anderen Spieler solidarisch auch.

Warum lauft ihr zwischen den Stücken so viel herum?

Wir besetzen die Stücke nach Bedarf unterschiedlich, d.h. es spielt nicht eine/r immer oben und die anderen immer unten. Jede/r kann und darf die Stimmen spielen, die ihr/ihm gefallen oder gut zum eigenen Spielstil passen. Das bedeutet natürlich, dass wir zwischen den Stücken die Stimmen und Plätze wechseln müssen, da wir meist nach Stimmen sortiert stehen, damit unser Dirigent die Einsätze in die richtige Richtung geben kann.

Was sind das für komische Geräusche, die man manchmal hört?

Geräusche, die keine Blockflötentöne sind, können verschiedene Ursachen haben:
– Die Klappen der großen Flöten machen Geräusche, die sich nicht vermeiden lassen, diese fallen aber meist kaum auf.
– Da die Flöten empfindlich auf hohe Luftfeuchtigkeit reagieren, ist es machmal erforderlich, den Windkanal auszublasen, dies tun wir natürlich – außer im Notfall – nur zwischen den einzelnen Stücken.
– Moderne Kompositionen erfordern auch moderne Spieltechniken, wie z.B. Sputato (eine harte Artikulation, die wie ein scharfes „T“ klingt), das Spielen mit Luftgeräusch (nicht ganz geschlossenen Lippen), gleichzeitiges Blasen und Singen in die Flöte (klingt ein wenig wie das Blasen auf einem Kamm) und viele andere. Diese Geräusche sind gewollt und tragen zum besonderen Charakter moderner Kompositionen bei.

Ihr seid ja nicht so viele, warum habt ihr einen Dirigenten?

Auch wenn wir alle relevanten Entscheidungen demokratisch treffen, ist es manchmal gut, jemanden zu haben, der weiß, wo es langgeht und dies auch in Form eines präzisen Dirigates vermitteln kann. Das Erarbeiten neuer Stücke fällt leichter, wenn einer schnell den Überblick über die Partitur gewinnt und das gemeinsame Musizieren gelingt präziser und feinfühliger. Und außerdem ist er ein netter Mensch!

Warum schaut ihr immer so ernst?

Konzentration! Wir haben viel Spaß beim Musizieren, auch wenn es manchmal vielleicht nicht bei allen so aussieht!

Gibt es Eure Konzerte auf CD?

Bisher nicht für die Öffentlichkeit, wir überlegen aber, dies zu ändern. Nur werden es immer Live-Konzertmitschnitte sein und keine Studioaufnahmen, also mit allen Nebengeräuschen, die in einem Konzert so stattfinden. Aber das macht es auch authentisch!

Kann man euch für private Anlässe buchen?

Da wir schon mit unseren eigenen Konzertterminen manchmal Schwierigkeiten haben, alle unter einen Hut zu bringen, ist dies nicht für die gesamte Gruppe möglich. Da wir aber auch zu dritt oder viert miteinander musizieren, wäre dies vielleicht eine Option. Bitte sprich uns bei Bedarf an.